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Lehman Brothers bisher (1 Leser) (1) Gast
Lehman Brothers Insolvenz und Falschberatung deutscher Banken
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THEMA: Lehman Brothers bisher

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#15
Lehman Brothers bisher vor 2 Jahren, 11 Monaten  
Im Zuge der Subprime-Krise musste die Bank zunächst 3,3 Milliarden US-Dollar abschreiben. Im April 2008 hatte das Institut eine Kapitalerhöhung von 4 Milliarden US-Dollar durchgeführt, eine weitere in der Höhe von 5 Milliarden US-Dollar folgte im Juni 2008.

Die angeschlagene US-Bank hatte am 10. September 2008 verlauten lassen, dass sie Verluste in Höhe von 3,9 Milliarden US-Dollar für das dritte Quartal 2008 erwartet. Richard Fuld, Vorstandschef von Lehman Brothers, kündigte den Verkauf eines Mehrheitsanteils an der Investmentsparte, die Ausgliederung von Gewerbeimmobilien und weiteren illiquiden Vermögenswerten an. Als weitere Maßnahme sollte ebenfalls die Dividende auf 0,05 US-Dollar pro Aktie verringert werden. Die Verkaufsbemühungen waren jedoch wenige Tage später gescheitert und es musste am 15. September 2008 für die Lehman Brothers die Insolvenz gemäß Chapter 11 beantragt werden.

Am 17. September 2008 gab die britische Universalbank Barclays bekannt, dass sie große Teile des US-Geschäfts von Lehman Brothers, einschließlich der gesamten Infrastruktur mit 9000 Mitarbeitern und den Hauptsitz in New York, aus der Insolvenzmasse heraus übernehmen werde. Japans größtes Brokerhaus, Nomura Holdings, kaufte am 22. September das Asiengeschäft sowie die Investmentbanksparte von Lehman Brothers in Europa und im Nahen Osten.

Folgen der Insolvenz in Deutschland
Lehman Brothers-Niederlassung Frankfurt am Main

Lehman Brothers war auch in Deutschland mit einer Tochter in Frankfurt am Main vertreten. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 15. September 2008 gegenüber der deutschen Lehman Brothers Bankhaus AG ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot erlassen. Außerdem hat die BaFin der deutschen Tochter untersagt, Zahlungen entgegenzunehmen, die nicht zur Tilgung von Schulden ihr gegenüber bestimmt sind (Moratorium). Inzwischen liegt eine Stellungnahme der BaFin zur Frage, inwieweit die Einlagensicherung Platz greift, vor. Der Entschädigungsfall für die Lehman Brothers Bankhaus AG in Frankfurt a.M. wurde durch die BaFin am 28. Oktober 2008 festgestellt. Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Lehman Brothers Bankhaus AG mit Sitz in Frankfurt am Main wurde auf Antrag der BaFin am 13. November 2008 eröffnet.

Infolge der Insolvenz der amerikanischen Muttergesellschaft wurden auch eine Anzahl von deutschen Anlegern, welche Zertifikate der niederländischen Tochtergesellschaft, der Lehman Brothers Treasury Co. B. V., erworben hatten betroffen. Neben der Anmeldung ihrer Forderungen zur Insolvenztabelle in den USA und den Niederlanden leiteten zahlreiche deutsche Anleger rechtliche Schritte gegen ihre Kreditinstitute wegen (vermeintlich) fehlerhafter Anlageberatung ein. Mit einer Klage gegen die Frankfurter Sparkasse 1822 wegen vermeintlich fehlerhafter Anlagevermittlung musste sich bereits das Landgericht Frankfurt am Main befassen.

Die Hamburger Sparkasse erklärte sich am 18. Februar 2009 bereit, etwa eintausend Anlegern eine Entschädigung von 9,5 Millionen Euro zu zahlen. Bei der Haspa hatten jedoch etwa 3.700 Anleger Lehmann-Zertifikate im Werte von ca. 54 Millionen Euro erworben.
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Cygielman (Gast)

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